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Erfolgreiche Schwarzwaldfahrt

Turnierreisebericht von Uwe Nebel über die 11. Offenen Baden Württem-bergischen Senioreneinzelmeisterschaften

Das Turnier fand vom 26. Juni bis 4. Juli 2026 im traditionsreichen Kurhaus von Bad Herrenalb statt.

Mit insgesamt 120 Teilnehmern war das Ereignis hervorragend besucht und bot ein beeindruckendes Feld aus erfahrenen Spielern, bekannten Gesichtern und langjährigen Schachfreunden. Die Spielbedingungen im Kurhaus waren außergewöhnlich gut: Großzügiger Turniersaal mit viel Platz am Brett, klimatisierter Raum und sogar 24 elektronische Schachbretter mit Liveübertragung auf der Onlineschach-Plattform lichess.com.

Ich machte mich gemeinsam mit meinem Schachfreund Andre Matzat vom Oberhausener Schachverein 1887, der das Turnier 2023 gewonnen hatte auf die Reise in den Schwarzwald. Vom Schachverein Dicker Turm Esslingen trafen wir dort auf unsere Schachfreunde Michael Ramin und Udo Scharrer, bekannt vom gemeinsamen Turnier in Bad Wörishofen. Mit ihnen gingen wir jeden Abend in die örtliche Gastronomie und diskutierten über die täglichen Partien. Mittwochs wurde das Quartett zum Sextett erweitert durch zwei weitere „Schlachtenbummler“ aus Esslingen: Robert Schulz und Franz Speicher. Unser Feinschmecker Franz lotste uns in das tolle Fischrestaurant „Zur alten Mühle“ in der Nähe von Bad Wildbad, wo wir vorzüglich speisten.

Schach habe ich natürlich auch gespielt. Nach dem schwerer als erwartet erkämpften Auftaktsieg spielte ich in Runde 2 gleich gegen Andre Matzat. In der Eröffnung geriet ich durch einen strategischen Fehler in eine passive Position, die aber noch im Ausgleichsbereich war. In hochgradiger Zeitnot traf ich dann aber eine völlig falsche Entscheidung, wonach es schnell zu Ende ging. Nach Sieg in Runde 3 traf ich auf den sehr bekannten Biberacher FM Holger Namyslo. Ich lieferte mit Weiß gegen Französisch eine sehr gute Partie stand immer leicht besser und bot nach über 3 Stunden Remis an, was er nach langer Überlegung ablehnte. Leider machte ich doch noch einen völlig unnötigen Fehler, was mich das Remis kostete. Nach Remis in Runde 5 und Sieg in Runde 6 war ich wieder im Plus und traf „zur Strafe“ gegen den äußert erfahrenen ehemaligen Bundesligaspieler FM Peter Dittmar, der mir nach einem strategischen Eröffnungsfehler im Nimzo-Inder keine Chance ließ. Es folgte ein turbulenter und von den beteiligten Spielern mit etlichen Fehlern gespickter Endspurt, in dem ich in beiden Partien mit etwas Glück als Sieger hervorging.

 

So konnte ich am Ende mit dem sehr guten Ergebnis von 5,5 Punkten aus 9 Partien, Platz 30 von 120 Teilnehmern und 11 gewonnenen ELO Punkten zufrieden nach Marl zurückkehren.