Im Abstiegskampf der 2. Kreisliga hat die dritte Mannschaft der SG Marl-Drewer ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Auswärtsspiel gegen die fünfte Mannschaft aus Waltrop gelang ein wichtiger Mannschaftssieg. Ausgangslage vor dem Spiel: Drewer 3 rangierte bei noch drei ausstehenden Begegnungen auf dem letzten Tabellenplatz – entsprechend hoch war der Druck.
Den Auftakt aus Drewer Sicht machte Werner Seifert an Brett 5. Nach beidseitigen kurzen Rochaden entwickelte sich eine scharfe Partie mit Angriffen am Königsflügel. Trotz aktiven Läuferspiels seines jungen Gegners behielt Seifert die Übersicht und setzte sich mit seiner Erfahrung und konsequenten Angriffswellen durch.
Kurz darauf musste Drewer jedoch den Ausgleich hinnehmen. Joachim Langer unterlief an Brett 4 früh eine entscheidende Ungenauigkeit: Eine übersehene Springergabel kostete Material und letztlich die Partie.
An Brett 3 sorgte Axel Obdenbusch für ein Highlight des Tages. In einer mutigen Eröffnungsvariante opferte er bewusst einen Turm, um die gegnerische Dame zu gewinnen. Mit diesem Vorteil führte er die Partie anschließend souverän zum Sieg und brachte Drewer erneut in Führung.
An Brett 6 hatte Pascal Broich gegen den Waltroper Topscorer einen schweren Stand. Sein Gegner zeigte sich insbesondere in der Eröffnung bestens vorbereitet. Trotz einer zwischenzeitlich vielversprechenden halboffenen Turmlinie musste Broich die Partie schließlich abgeben.
Für den dritten Punkt sorgte Norman Breda an Brett 2. Der bisher in der Saison ungeschlagene Dreweraner gewann früh einen Bauern und verwertete diesen Vorteil mit großer Ruhe bis ins Endspiel.
Damit lag es an Lennard an Brett 1, den Mannschaftssieg zu sichern. In leicht besserer Stellung entwickelte sich ein zähes Ringen, das sich über rund weitere 60 Minuten hinzog. Mit schwindender Bedenkzeit entschied sich Lennard Schruba schließlich für ein Remisangebot, das angenommen wurde – und damit den zweiten Mannschaftssieg der Saison perfekt machte.
Ausblick:
Im Mai stehen für die SG Marl-Drewer 3 zwei entscheidende Kellerduelle gegen die Mannschaften aus Erkenschwick an. Durch den Erfolg in Waltrop hat sich die Ausgangssituation deutlich verbessert – der Klassenerhalt ist nun wieder in greifbarer Nähe.
