Nur einen Tag nach Nikolaus reiste die erste Mannschaft zum Auswärtsspiel in Essen.
Früh konnte am fünften Brett Sebastian Mittmann mit weiß, nach einem ungenauem Spiel dem Gegner noch ein Remis abringen.
Kurz drauf um viertel nach drei wurde auch die Partie am sechsten Brett entschieden. Für Drewer spielte mit Schwarz David Crowe und fand nach sizilianischer Eröffnung ein schönes Turmopfer um einen Bauern zu gewinnen. Jedoch konnte weiß das Tempo nutzen um sich eine gute Position aufzubauen. In dieser Situation mussten sich die Gegner auf eine Teilung der Punkte einigen.
Brett drei wurde mit den weißen Figuren von Volker Mittmann besetzt. Dieser hatte eine komplizierte Eröffnung zu bewältigen, die in eine Mittelspiel mit Chancen für beide Seiten führte. Die Vielzahl der möglichen Drohungen veranlasste beide Seiten zu einem Remis.
Es waren nun gut 90 Minuten gespielt und die Punktetafel zeigte 1.5 - 1.5 ausgeglichen, es war also noch nichts passiert. Nur jede weitere Partie an Bedeutung gewonnen.
Am zweiten Brett spielte Marius Kraft. Mit den schwarzen Steinen war er schlecht aus der Eröffnung gekommen und stellte in Folge dessen einen Bauern ein. Der Versuch - trotz Marius ausgewiesener Expertise - sich in einem Turmendspiel zu retten, endete in einem Matt. Damit ging der Gegner mit 2.5 - 1.5 in Führung.
Fast eine Stunde ließ die nächste Entscheidung auf sich warten. Martin Schäfer hatte mit Schwarz am vierten Brett eine ungewöhnliche Variante der sizilianischen Eröffnung gespielt. Im Endspiel
konnte er den Fehler des Gegners verwerten und einen Offizier gewinnen. Damit musste sich Weiß geschlagen geben, und Drewer schloss zum 2.5 - 2.5 auf.
Nun ging es Schlag auf Schlag. Beinah zeitgleich brachte auch Georg Nordhoff seine Partie zu Ende. Dieser erlebte ein Läuferopfer auf h6 nach dem er ausgeglichen aus der Eröffnung kam. In der
stabilen Stellung konnte schwarz jedoch den Mattangriff abwehren. Schließlich gelang es Georg seine Position Zug um Zug zu verbessern, erst noch eine Qualität zu gewinnen, und dann den Turm zu
Opfern, um den Weg für einen Bauern frei zu machen. So brachte Brett 8 die erste Mannschaft mit 2.5 - 3.5 in Führung.
Vom Veteranen Wilfried Uhlich wurde das Brett 1 besetzt. Dieser startete am Damenflügel einen starken Angriff, der im letzten Moment von Schwarz abgewehrt werden konnte. Dabei verlor Weiß eine Qualität, was schließlich zum Verlust der Partie führte. Somit konnte der Gegner erneut zum 3.5 - 3.5 ausgleichen.
Die letzte Partie des Spieltages, spielte Niklas Herche an Brett sieben mit Weiß. Von dem Ausgang der Partie hing nun der ganze Spieltag ab. Alles vom Sieg bis zur Niederlage war nun noch möglich. Unter den wachsamen Blicken der anderen trugen die letzten beiden Spieler ihr Gefecht aus. Die Partie zeigte eine holländische Verteidigung in der sich beide Spieler zunächst ruhig aufbauten. Im Mittelspiel jedoch nutze Niklas die Gelegenheit und öffnete die Stellung. Schwarz fand gegen den weißen Druck schließlich kein Mittel mehr und musste aufgeben.
Endstand: 4.5 - 3.5. Die erste gewinnt auswärts und sichert sich die ersten Mannschaftspunkte.
