Heute wurde der Saisonstart der zweiten Mannschaft bei den Schachfreunden Rochade Disteln aus Herten nachgeholt. Diese waren so freundlich gewesen den Spieltag auf unser Bitten zu verlegen.
Bei strahlend blauem Himmel - bestem Schachwetter - machten wir uns auf den Weg nach Herten. Noch einmal zur Kirchstraße 3 dem langjährigen Vereinsheim von Disteln, welches kurz vor dem Abriss steht. Nächstes mal dann in Herten-Süd!
Der Mannschaftskamp startet pünktlich doch die ersten Entscheidungen ließen ungewöhnlich lange auf sich warten. Noch um 16 Uhr standen alle Bretter ausgeglichen dar.
Die erste Entscheidung fiel schließlich an Brett 5. Henry Meyer-Adams führte die weißen Figuren. Nach einer guten Eröffnung konnte er einen starken Angriff auf den lang rochierten König des
Gegners entfalten. Zwar konnte der Gegner sich dem Angriff entziehen, aber nicht dem Verlust seiner Figur, nachdem er schließlich aufgab.
Im Anschluss daran schloss Wolfgang Ritter seine Partie am sechsten Brett ab. Zehn Züge vor der Zeitkontrolle befand sich Weiß in der schlechteren Position, Schwarz jedoch in einer bedeutenden
Zeitnot. Damit einigten sich die beiden Spieler auf eine Teilung der Punkte.
An Brett vier spielte Ricardo Vormann mit den weißen Figuren. Gut aus der Eröffnung gekommen, konnte er einen bärenstarken Springer im Zentrum zementieren. Nach hartem Ringen gelang es der Gegnerin sich etwas zu entlasten. Doch die Entscheidung brachte, als Ricardo Vormann mit der Dame in die Königstellung eindringen konnte, diese zerstören und einige Bauern gewinnen. Schließlich musste sich Schwarz ergeben.
Mit Schwarz spielte René Broich am zweiten Brett. Dieser musste gegen sein bevorzugtes Damengambit spielen und kam in eine gedrückte Stellung. Alle Versuche Material zu tauschen wurden vom Gegner abgewehrt. Glücklicherweise übersah Weiß eine Mattdrohung und Schwarz konnte einen Springer gewinnen. Trotz der Mehrfigur hatte Schwarz Probleme seinen Angriff an das Ziel zu bringen. Im Finale konnte Weiß seine Figur zurückgewinnen, Schwarz bekam dafür einen starken Angriff. Im Konter war Weiß ebenfalls so stark, dass kein Zug mehr ohne Schach erfolgen durfte, um nicht Matt zu gehen. Nach 13 Schachgeboten in Folge konnte Schwarz schließlich den weißen König in die Ecke dringen.
Sören Hemsing führte am ersten Brett die weißen Figuren. Früh in der Partie konnte er Druck auf den Springer am Damenflügel entwickeln. Alle konkreten Drohungen konnte Schwarz parieren. Doch nach
dem Abtausch ergaben sich für Schwarz zwei Einzelbauern und für Weiß verbundene Bauern. Als die letzten Figuren getauscht waren, konnte sich Weiß mit der besseren Bauernstruktur
durchsetzen.
Die letzte Partie führte der frische Stadtmeister Quang Tri Tran am dritten Brett. Einen Bauern in der Eröffnung für Angriff geopfert, konnte er diesen schließlich in verbundene Freibauern und
Materialgewinn umwandeln. Hartnäckig verteidigte der Gegner seine Stellung musste sich aber schließlich der Übermacht geschlagen geben.
Ungeschlagen mit nur einem Remis, konnte Drewer 2 mit 5.5 Brettpunkten einen überzeugenden Sieg aus Herten mit nach Hause nehmen.
