Die erste Entscheidung lies knapp 90 Minuten auf sich warten. Am dritten Brett der dritten Mannschaft spielte Joachim Langer mit Weiß gegen einen über 150 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Lange behauptete er sich gut, bis ein kurzer Moment der Unachtsamkeit während des eigenen Angriffs zum Turmverlust führte. Wenig Züge später musste der Dreweraner dann bei offener Königsstellung ein Matt hinnehmen.
Wenig später dann der erste Punkt für Drewer. An Brett sechs spielte Stefan Danigel mit den schwarzen Figuren. Das Fazit der Analyse-KI beschrieb die Partie sehr treffend: „Nach 75… Kb1 erkannte Weiß die Aussichtslosigkeit der Stellung und gab auf – ein kämpferischer Schwarzsieg nach wechselhaftem Verlauf“ Wie schon Tartakower einst treffend beschrieb: „Der vorletzte Fehler gewinnt.“
Anschließend änderte sich an dem Stand vom 1:1 wenig. Anders die Stellungen auf den Brettern.
Der junge Tim Schreier versuchte sich erneut an einem scharfen Spiel. Dem Gegner gelang es jedoch das Zusammenspiel der weißen Figuren unseres fünften Brettes dauerhaft zu stören. Nach langem, zähen ringen, konnte Tim seine Strategie des Materialtausches nicht durchsetzen, der Gegner kam zusehends in eine bessere Stellung und bescherte Drewer die zweite Niederlage des Tages.
Kurze Zeit später musste auch Axel Obdenbusch die weiße Fahne hissen. Kurzfristig eingesprungen für das geplante vierte Brett, konnte der erfahrene Spieler sich leider nicht gegen den auch hier 150 Punkte stärkeren Gegner durchsetzen.
An Brett 1 spielte Lennard Schruba mit Weiß. Leider konnte er den Anzugsvorteil nicht über die Eröffnung hinaus halten. Nach mehr als drei Stunden zerfiel die weiße Stellung und der Punkteverlust war nicht mehr aufzuhalten.
Brett 2 wurde durch Norman Breda besetzt. Im Mittelspiel gewann er geschickt eine Qualität, die jedoch im Endspiel für eine aktivere Stellung wieder einbüßte. Da der Mannschaftskampf bereits entschieden war und ein zähes und langwieriges Endspiel drohte einigten sich die beiden Spieler auf ein Remis. Ein durchaus vertretbares Ergebnis.
Drewer Drei verlor also mit 1,5 zu 4,5 Punkten auswärts in Herne. Nun stehen für die nächsten vier Wochen Analyse und Training auf dem donnerstäglichen Trainingsplan, um dann gegen Herten-Disteln am Nikolauswochenende hoffentlich die nächsten Punkte im Abstiegskampf zu sichern.
